Meine Objekte

13-Zylinder geht nicht in Produktion

Interview:

Reporter:

Herr Schneider, Sie betreiben seit ein paar Jahren  in Altenkirchen im Westerwald ein Fachgeschäft für   Bildeinrahmungen. Wie kommen Sie selbst zur Kunst ?

Charly Schneider:

Für das Galerie-Garage-Projekt hatte ich seinerzeit mein erstes Objekt realisiert, was symbolisch für das Wort Garage stand, welches ja im englischen Sprachgebrauch eine etwas andere Bedeutung hat.

Reporter:

Es ist mittlerweile bekannt geworden,
daß Sie mit  Ihrer neuesten Arbeit einem „13-Zylinder“ sehr unzufrieden sind, weil Sie die technischen Schwierigkeiten nicht in den Griff bekommen.

Charly Schneider:

Ja, der Teufel steckt nun mal im De- tail. Das Problem mit der 90° Ab- knickung der Kurbelwelle konnte ich noch mit einem elektronischen Kunst- griff meistern. Da habe ich einfach
den Schaltplan eines 24Si- High- speed- Subwoofers eingescannt.

Reporter:

 Warum kann denn Ihre Entwicklung noch immer nicht in Produktion gehen ?  Der TÜV verweigert Ihnen ja immer noch die Abnahme.

Charly Schneider:

Ja das stimmt. Es tut zwar weh, aber ich gebe es offen zu, mein 13- Zylin- der ist ein Flop. Es wäre natürlich schön gewesen mit dieser tech- nischen Innovation einmal an der Spitze des Fortschritts zu stehen.

Reporter:

Woran ist Ihr Projekt gescheitert ?

Charly Schneider:

 Ich habe schlicht und einfach für den 13. Zylinder die Anschlußmög- lichkeit an die SIDEMK-Rückkopp- lungs-Fallstrom-Zündanlage ver- gessen.

Reporter:

Ist das denn so schlimm ?

Charly Schneider:

Nein, das nicht, es ist einfach nur Künstlerpech.

Reporter:

Denken Sie, Ihre Arbeit war umsonst ?

Charly Schneider:

 Nein, umsonst nicht. Das Objekt bleibt ja, nur eine Massenproduktion ist halt sinnlos, weil auch ein Nachbessern nicht viel bringen wird. Es handelt sich bei meiner Entwicklung sozusagen um die A-Klasse unter den Antriebsaggre- gaten.

Reporter:

Hatten Sie einen besonderen Grund einen 13-Zylinder zu konstruieren.

Charly Schneider:

Ja gewiß doch, damit wäre ich gerne am 21. April am Buckingham-Palast vorgefahren, um der Queen zum Geburtstag zu gratulieren.

Reporter:

Vielen Dank Herr Schneider.

©1998 Karl-Heinz (Charly) Schneider

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13-Zylinder, 78 x 98 cm, 1998

Vita

Karl-Heinz (Charly) Schneider, geb. 1950 in Muden- bach im Westerwald, kam schon als 12-jähriger zur Fotografie. Diesem Hobby ist der Selfmade-Künstler bis heute treu geblieben. Seit 1992 ist Schneider Mitglied im Fotoclub der Westerwälder Foto-Freunde e.V. und Mitglied im DVF (Deutscher Verband für Fotografie).
1999 erfolgt der Ankauf seiner Fotografie „AKW Temelin“ durch das Landesmuseum Koblenz.

Von 1996 an kreiert Charly Schneider mit seinen „Funny Objects“ (Figurative Objekte) eine eigene Ausdrucksform in der bildenden Kunst.
Am 18. Juli 1999 erblickt sein Rot-Grünes-Baby anlässlich einer Vernissage, in Altenkirchen/Ww. das Licht der Welt.

Im November 2000 stellt Charly Schneider einige sei- ner Objekte auf der Salzburger Kunstmesse aus, be- sonders Kinder und Jugendliche waren von seinen „Funny Objects“ begeistert.

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Kunstmesse Salzburg (A) November 2000

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